Freitag, 20. Februar 2009

San Pedro, Do den 19.2

Hallo an Alle,

am Nachmittag machten wir uns also auf die geplante Fahrradtour. Wir mieteten uns 3 Mountainbikes und natuerlich Helme und machten uns auf den Weg.
Noch wussten wir nicht, was uns erwarten wuerde...
Gut gelaunt starteten wir unsere Tour, das erste Ziel sollte das Valle de la Muerte sein. Schon nach einigen Kilometern wurde klar, aus der laessigen Fahrradtour wuerden ziemliche Strapatzen sein. Es ging bergauf, so sehr, dass selbst die Tour de France ein Zuckerschlecken dagegen ist ;-) Schon nach 500 m wurden die ersten Pausen eingelegt und einige ueberlegeten sogar wieder zurueck zu fahren.



Mit Schieben, viel Wasser und einem enormen Durchhaltevermoegen schafften wir die erste Etappe. Wir kamen jedoch nicht wie geplant, beim Valle de la Muerte raus, sondern konnten das Valle de la Luna von oben ueberblicken. (Dies sollte unser naechstes Ziel sein).



Die AUsblicke verschaften uns neue Energie und somit beschlossen wir noch ein bisschen querfeldein zu fahren. Schotterpiste und die Hitze machte die Tour nicht gerade einfach, aber die Ruhe und die Weite uber die Felsen liessen uns wieder mal alles andere vergessen.




Zwei Stunden vor Sonnenuntergang machten wir uns auf den Weg zum Valle de la Luna. Hierfuer war ca. eine 3/4 Stunde eingeplant, laut Auskunft des Plans.
Aber auch das naechste Ziel erreichten wir nicht nach angegebener Zeit. Ein enormer Gegenwind und die Steigung erforderten immer wieder Pausen.
Als wir dachten, dass wir unser Ziel endlich erreicht haetten, stellte sich jedoch heraus, dass dies nur der Eingang war und ein unglaublich steiler Berg noch vor uns lag.
Mit letzter Kraft schoben wir unsere Fahrraeder hoch - immer wieder mit dem Gedanken aufzugeben und das Fahrrad einfach in den Sand zu schmeissen. Aber wir wollten ja unbedingt den Sonnenuntergang sehen und so quaelten wir uns bis nach oben.
Bis zum Aussichtspunkt galt es noch eine uns endlos erscheinende Duene hochzuklettern. Mit allerletzter Kraft erreichten einige frueher, andere spaeter (haha) den Aussichtspunkt.
Das Problem war nur, dass die Sonne bereits hinter den Bergen verschwunden war - Pech fuer uns! Trotzdem genossen wir das sich rosafaerbende Valle de la Luna.



Zu diesem Zeitpunkt erschien uns die Rueckfahrt geradezu unmoeglich. Wir ueberlegten ernsthaft einen Pick-Up Fahrer aufzureissen, der uns die 16km nach Hause bringen sollte. Leider fanden wir niemanden und so mussten wir unseren Heimweg wohl oder uebel mit dem Fahrrad antreten. Dumm nur, dass es inzwischen schon dunkel war und wir den Boden nicht mehr erkennen konnten. Zwar hatten wir Licht, allerdings nur hinten, was uns in diesem Moment wenig genuetzt hat.
Bergab fuhren wir also ueber Schlagloecher, Sand und Steine, vielleicht doch nicht so schlecht, dass wir nichts gesehen haben.
Der atemberaubende Sternenhimmel, in dem die Milchstrasse ganz deutlich zu erkennen war, liess uns noch ein Weilchen in der Dunkelheit verweilen.
Die letzte Etappe schafften wir mit letzter Kraft, wobei wir inzwischen sogar Licht hatten (bzw. Joe :-)), sodass wir gegen 21:30 Uhr (fast) unversehrt wieder in unserem Hostel eintrafen.


Fazit: 45km in 5,5 Stunden -> Hintern und Beine schmerzen immer noch! Aber trotzdem hat sich die Tour auf jeden Fall gelohnt!





Fr, 20.2.

Die vier Stadtmusikanten sind komplett!
Simon ist heute nach einer unglaublich langen Fahrt ebenfalls in San Pedro eingetrudelt!



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