Sonntag, 08.03.2009Nachdem wir den Samstag mit den letzten Vorbereitungen fuer unsere Tour verbracht haben, ging es am Sonntagmorgen zunaechst Richtung Atalaya. Von dort sollte uns ein Boot zu unserer Lodge im Dschungel bringen.
Wir entschieden uns jedoch nicht auf dem konventionellen Weg, also mit dem Jeep nach Atalaya zu fahren, sondern den Ort mit einem Rafting-Boot zu erreichen.
Doch bevor es losging, mussten wir zunaechst noch das Boot aufpumpen -puh!
Nach geschaffter Arbeit ging es los: wir suchten uns alle unseren Platz im Boot, bekamen kurz die verschiedenen Regeln erklaert und schon waren wir auf dem Wasser.


Nach ein paar Stromschnellen machten wir an einem kleinen Strand Pause und unser Guide spielte mit uns sehr lustige Spiele, bei denen wir Girls natuerlich gewannen - wir sind ja durch unser Studium schon ziemlich erprobt.
Danach ging es weiter flussabwaerts, bis wir Atalaya erreichten. Dort trafen wir Frank plus unser Gepaeck, unsere Koechin und ihren kleinen Sohn Louis wieder - wir beluden das kleine Boot und machten uns damit auf den Weg zu unserer Lodge.

Mit dem Gepaeck auf dem Ruecken ging es auf einem kleinen Weg zu unserer Unterkunft - auf diesem Weg kam schon das erste Hindernis: ein Fluss, den wir mit dem Rucksack auf dem Ruecken durchqueren mussten - gar nicht so einfach! Sabrina verlor prompt ihren Flip-Flop, den wir aber gerade noch retten konnten!
Heil und trocken angekommen, bezogen wir unsere Raeume, erkundeteten danach ein wenig die Gegend, sammelten Holz fuer ein Feuer am Abend und genossen unser erstes Essen, dass unsere Koechin, die ebenfalls aus Pilcopata mitgekommen war, uns zubereitete.


Spater ging es dann runter zum Fluss, das Feuer wurde entzuendet, ein bisschen einheimischer Schnaps herumgereicht: so liessen wir den Abend ausklingen.

Montag, 09.03.2009Am Montagmorgen machten wir uns nach einem Fruehstueck auf zu einer Kanopi-Anlage. (Keine Ahnung, wie man das schreibt - aber es funktioniert ungefaehr so: man startet von einer Plattform in 25-30 m Hoehe. Dort bekommt man einen Klettergurt umgeschnallt und wir an diesem mit Hilfe eines Karabinerhakens mit dem Seil verbunden, an dem man dann bis zur naechsten Plattform faehrt. -Alles klar? :-))

Nach einem kleinen Fussmarsch quer durch den Dschungel erreichten wir die erste Plattform.
Am Anfang hatten wir schon ein wenig Respekt vor der Hoehe, aber schon nach der ersten
Strecke genossen wir die Aussicht und die Geschwindigkeit.


Nach der letzten Plattform seilten wir uns noch von dieser ab.
So machten wir uns nach diesem Abenteuer wieder auf den Weg zu unserer Lodge und ruhten uns erstmal ein wenig aus. Gegen Nachmittag fing es so stark an zu regnen, dass wir beschlossen, den Tag ruhig ausklingen zu lassen.
Dienstag, 10.03.2009Mittlerweile ganz schoen von Mosquitos zerstochen, brachen wir vormittags zusammen mit Philippe, dem Lodge-Eigentuemer, auf um einen grossen Rundgang durch den Dschungel zu machen. Wir wanderten bergauf und berauf uns freuten uns immer wieder, dass wir Gummistiefel anhatten. So war es kein Problem durch Schlamm zu laufen.
Halt machten wir zunaechst an einem SEHR alten und SEHR grossen Baum, der wirklich riesig war.

Ausserdem probierten wir diverse Pflanzen, die zwar nicht allzu gut schmeckten, aber sehr gut gegen viele Krankheiten helfen sollen. Des Weiteren kamen wir in den Genuss von Termiten, die einen frischen Geschmack haben und ein bisschen an Pfefferminz erinnerten.
Nach einem 2,5 stuendigen Fussmarsch erreichten wir wieder unsere Lodge.
Nachmittags machten wir uns auf eine weitere kleine Entdeckertour. Diesmal liefen wir allerdings keine konventionellen Wege, sondern gingen flussaufwaerts.


Dies bedeutete: von Stein zu Stein springen, durchs Wasser waten und aufpassen, dass kein Wasser in die Gummistiefel laeuft. Dies gelang auf dem Hinweg, im Hellen, noch ganz gut.
Allerdings traten wir erst in der Daemmerung den Heimweg an und schon wurde es ruck zuck dunkel. Mithilfe von unseren Taschenlampen versuchten wir einigermassen den Weg zu finden. Als es allerdings auch noch anfing zu regnen, verliessen wir die Flussstrecke und gingen den letzten Weg bis zu unserer Lodge durch den Wald. Voellig durchnaesst kamen wir dort irgendwann wieder an. Wir sassen noch ein wenig zusammen; ziemlich bald gingen wir aber erschoepft vom Tag ins Bett. Doch die Ruhe waehrte nicht lange: in unserem Zimmer entdeckten wir ploetzlich an der Wand eine ziemlich grosse Spinne. Wir ueberlegten uns ganz diplomatisch, was nun am besten zu tun sei, denn verlassen konnten wir das Zimmer beide ja nicht, allerdings wollte auch keiner von uns mit der Spinne alleine bleiben. So entschieden wir uns, dass es das Beste waere, um Hilfe zu rufen. Joe kam auch sofort und fing die Spinne mithilfe von einer Plastiktuete ein. Es stellte sich heraus, dass sie leicht giftig war.
Daraufhin durchsuchten wir vor dem Schlafen noch einmal unser ganzes Zimmer und stiessen dabei auf diverse Kakerlaken. Frank, der uns diesmal zur Hilfe kam, versuchte sie zu fnagen, aber sie waren einfach zu schnell und es waren zu viele. So raeumten wir nachts noch unser komplettes Zimmer auf, weil wir solche Angst vor Kakerlaken im Rucksack hatten.
Danach konnten wir nun endlich beruhigt schlafen gehen.
Mittwoch, 11.03.2009Der heutige Tag sollte etwas ruhiger beginnen, da wir um 13h von einem Boot abgeholt werden sollten, um dann einen Wasserfall zu suchen. Was das heisst konnten wir uns noch nicht so wirklich vorstellen, aber schliesslich wollten wir ja Abenteuer erleben ;-)
Nach ein kurezen Bootstour erreichten wir einen Fluss, der sich vom Berg hinab schlaengelte. Diesem Fluss wollten wir nun folgen. Ein nicht ganz leichtes unterfangen, wie sich schnell herausstellte. Balancieren auf Baumstaemmen und Steinen, krabbeln durch dichtes Gebuesch und zwischendurch an Baumstaemme fassen, die mit Ameisen ueberhaueft sind – AUA-! Ein weiteres Highlight der negativen Art war eine riesige Spinne.

Danach zogen wir es vor uns nicht mehr mit den Haenden an den Steinen festzuhalten. Diese Idee bewaehrte sich allerdings nicht ;-)
Einige stellten sich diesen Aufgaben mit viel Geschick, andere mit weniger ;-) So kam es das man schnell mal auf einem glatten Stein ausrutschte und dann den Weg mit nassen Gummistiefeln und nasser Hose bewaeltigen musste, aber frueher oder spaeter hat es jeden einmal erwischt.
Nach 2 bis 3 Stunden bergauf mussten wir leider aufgeben, ohne den Wasserfall erreicht zu haben. Da keiner wusste wo sich dieser Wasserfall tatsaechlich befindet, die Strecke immer steiler wurde und es bald dunkel werden wuerde, beschlossen wir umzukehren.
Das vorschtige Huepfen und Balancieren von Stein zu Stein hatte ein Ende gefunden. Aufeinmal waren die nassen Schuhe jedem egal, wir warteten durchs Wasser, auch wenn es uns bis zum Bauchnabel ging, egal...denn keiner von uns wollte diese Strecke im Dunkeln beenden.
Als wir endlich das Ufer des Flusses erreichten war natuerlich unser Boot nicht mehr da. Wir pausierten erstmal bei einer netten Familie, die uns einen leckeren frisch gepressten Orangensaft machte – eine Staerkung die wir alle gut gebrauchen konnten.
Hier erfuhren wir auch, dass unser Boot bald zurueck kommen wuerde. Ein Glueck, denn inzwischen war es dunkel und wir hatten keine lust auf eine weitere Wanderung.
Klitschnass und voellig fertig erreichten wir dann unsere Lodge. Nach dem Abendessen gingen wir recht schnell ins Bett, da wir am naechsten Morgen ja frueh aufstehen wollten um die Voegel zu sehen.
Donnerstag, 12.03.2009Um 4:50 Uhr klingelte unser Wecker, weil wir eigentlich zunaechst mit dem Boot zu einem Platz fahren wollten, wo man Aras beobachten kann und danach noch einen Abstecher in ein Schlfgebiet machen. Doch ein Blick nach draussen verhiess nichts Gutes: es hatte die ganze Nacht schon geregnet und regnete auch um 5 Uhr morgens noch, sodass unser Trip buchstaeblich ins Wasser fiel. Wir machten also fuer ein paar Stuendchen noch einmal die Augen zu.
Nach dem Fruehstueck brachten wir im stroemenden Regen unsere Sachen nach unten,

wo das Boot schon auf uns wartete. Als alles verstaut war, ging es wieder zurueck: zunaechst nach Atalaya

und von da aus mit dem Jeep nach Pilcopata. Auf dem Weg sahen wir noch ein paar kleine Aeffchen, die am Strassenrand durch die Baeume turnten und hielten an einem Aussichtspunkt, wo wir ein Abschlussfoto machten.


Wieder in Pilcopata angekommen, ruhten wir uns den Rest des Tages von unserem Dschungel-Trip aus und kurierten unsere zahlreichen Stiche.