Hallo an Alle,
heute sollte unser Bus von Pilcupata zurueck nach Cusco fahren. Da nicht genuegend Busplaetzte vorhanden waren fuhren Janin und Sabrina zusammen mit den beiden Schweizern in einem Bus und Joe und Simon in einem Anderen. Ganz wohl war uns bei diesem Gedanken nicht, denn schliesslich kannten wir diese Horror- Strecke ja nun schon vom Hinweg. Dazu kam auch noch, dass es schon seit Tagen regnete und dies die ohnehin schon unbefestigte Strecke nicht sicherer machte. Der Bus sollte also abends um 19.30h losfahren, sprich im Dunkeln. Bis zum nachmittag sind auch keine Busse aus Cusco in Pilcupata angekommen, was ungewoehnlich ist und auf Erdrutsche auf der Strecke schliessen laesst. Naja schliesslich war ja Freitag der 13, was soll da schon schiefgehen ;-)
Frank, der eigenllich mit uns fahren wollte, ueberlegte es sich kurzerhand anders und verkaufte sein Ticket wieder, soviel dazu ;-)
Wir hatten den Tag ueber also nicht viel zu tun und begnuegten uns damit mit Patrick und Benni Karten zu spielen. Sabrina kam dieser Ruhetag auch ganz gelegen, da sie sich ein bisschen erkaeltet hatte und demnach viel Zeit im Bett verbrachte. Gestaerkt mit Paracetamol sollte so die Busfahrt uberstanden werden.
Gegen 19.30 h trudelte unser Bus tatsaechlich ein und wir machten es uns auf unserer Rueckbank "bequem". Der Sitzabstand reichte nichteinmal zum Sitzen. Was die Folgen sein sollten war uns hier noch nicht klar.
Auch wussten wir noch nicht was es bedeutete, als Joe lachend in den Bus hineinrief: " Die Frau da vorne hat einen riesigen Sack Coca bei sich, langweilig wird euch also nicht". So sollte es auch kommen, kaum hatten wir Pilcupata verlassen stiegen im naechsten Dorf zwei weitere Frauen mit riesigen Coca- Saecken ein. Damit begann das Schauspiel, hektisch und schwitzend versuchten die Frauen kiloweise Coca aufgeteilt in kleinen Tueten im Bus zu verstecken. Ein voellig absurdes Geschehen. Das meiste Coca wurde unter den Sitzbezuegen versteckt, auf und in den Taschen der anderen Passagiere und , man glaubt es nicht, hinter den Vorhaengen. (Wie unauffaellig!) Innerhalb von Minuten stank der ganze Bus entsetzlich nach Coca. Wir fragen uns tatsechlich, welcher Polizist das nicht riecht oder bzw. die grandiosen Verstecke nicht bemerkt- vielleicht ist die Frage auch eher, vieviel Kilo die Polizisten bekommen, wenn sie das Chaos uebersehen.
Naja zumindest verschonten sie nach mehrmaligen Ermahnen unsere Sitze und Taschen.
Inzwischen war es auf der Rueckbank so eng geworden, dass man sich nicht mehr bewegen konnte. Die Strecke war unglaublich holperig, sodass man staendig mit dem Kopf gegen die Scheibe oder mit dem Knie gegen den Sitz knallte. (Das Ergebnis sieht man jetzt - ueberall blaue Flecken).
Nach einer Stunde dann die erste Uberraschung, ein Erdrutsch versperrte uns den Weg. Doch der Busfahrer blieb gelassen, erzaehlte irgendwas von einer Stunde und fing an zu schaufeln. Leider konnten wir den Bus in der Zeit nicht verlassen, da wir sonst spaeter sicherlich um einige Tueten Coca reicher gewesen waeren ;-)
Nach nur einer dreiviertel Stunde mussten wir alles austeigen, ueber den Erdrutsch laufen und dann von der anderen Seite dem Bus zu sehen, wie er mit Vollgas uber den Erdhuegel, nahe dem Abgrund, raste. - Aber er schaffte es und die Fahrt ging weiter...
Schlafen war in dem Bus kaum moeglich und wenn einem doch mal die Augen zu fielen erwachte man, weil der Kopf mal wieder gegen die Scheibe geknall war.
Kurz vor der Ankunft in Cusco fingen die Schmugglerfrauen hektisch an, ihre Seacke wieder einzusammeln, kurz vor Cuco verliessen sie dann den Bus! Unglaublich!
Nach 10 Stunden sind auch wir endlich in Cusco angekommen und erreichten fix und fertig unser Hostel.
Die Jungs hatten anscheinend nicht so viel Glueck mit der Ankunft ihres Busses, so dass sie erst gegen abend in Cusco eintrafen. Ein bisschen bloed fuer uns, da sie nach unserer Rechnung ja schon um die 10h Verspaetung hatten und wir kein Lebenszeichen von ihnen erhalten haben. Bei der Strecke kein wirklich gutes Gefuehl. In einem Cafe trafen wir den deutschen Inhaber, ein guter Freund von Frank. Dieser bot uns an in Pilcupata anzurufen und nachzufragen. Tatsaechlich erfuhren iwr, dass die Jungs, aus welchen Gruenden auch immer, erst einen Bus am Morgen genommen hatten. Immerhin ein etwas beruhigendes Gefuehl.
Allerdings trafen wir die beiden an diesem Abend auch nicht mehr an, denn als wir wieder ins Hostel kamen schliefen sie bereits.
Naja, letztlendlich haben alle eine weiteres Mal eine Death Road uberstanden ;-)
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