Doch nach ca. 100m Fahrt machte der Fahrer Halt und es stiegen massig peruanische Frauen und Maenner auf, sodass die Ladeflaeche ganz voll wurde. So starteten wir die Fahrt und suchten uns nach kurzer Zeit einen Platz auf einem Holzbrett, auf dem man gut sitzen und vor allem die wunderbare Landschaft betrachten konnte. Zunaechst war es noch sehr kalt, doch schon nach kurzer Zeit ging es auf einer sehr schmalen Strasse, die wieder der Death Road sehr nahe kam, immer nur bergab, sodass wir durch Nebelwald fuhren und schliesslich den Regenwald und das tropische Klima erreichten.
Nach 6 Stunden Truckfahrt waren wir dann auch ganz froh, als wir endlich in Pilcopata ankamen.
Hungrig von der Fahrt staerkten wir uns erstmal an einem Stand am Mercado. Dort sprach uns ein Einheimischer an und fragte, was wir als naechstes vorhaetten. Wir erzaehlten es ihm und fragten ihn nach dem Bus in den naechsten Ort, den wir abends noch nehmen wollten. Er versprach uns dort hinzubringen und erzaehlte ausserdem, dass gerade ein weiterer Deutscher im Ort waere. Wir dachten uns noch nichts dabei und gingen mit ihm zusammen zu unserem Bus, der um 17 Uhr fahren sollte. Doch als wir den Busfahrer fragten, sagte er sofort, dass der Bus erst eine Stunde spaeter fahren wuerde. Fuer uns ja mittlerweile nichts Neues mehr und so stellten wir uns auf eine Wartezeit ein und erkundeten die Gegend.
Doch wir warteten und warteten und der Bus machte keine Anstalten, sich in Bewegung zu setzen.
Gegen 19.30 Uhr kam der EInheimische wieder bei uns vorbei und sagte uns, dass er nun den anderen Deutschen aus dem Ort holen wuerde, damit wir mit ihm reden koennen. Wir stimmten einfach mal zu, obwohl wir zu dem Zeitpunkt noch nicht genau wussten, was uns das jetzt alles bringen sollte.
Wenig spaeter kamen die Beiden wieder. Der Deutsche stellte sich als Frank vor, der seit 3,5 Jahren in Peru lebt und privat Dschungel-Touren anbietet. Wir erzaehlten ihm unseren Plan ueber Boca Manu nach Puerto Maldenado zu fahren. Er sage uns sofort, dass es in der Regenzeit kaum moeglich sei diese Strecke zu fahren - und wenn, dann waere es fast unbezahlbar.
Dafuer erzaehlte er uns aber, dass er gerade zusammen mit zwei Schweizern eine Dschungel-Tour gemacht haette und bot uns an, mit uns fuenf Tage noch einmal reinzufahren.
Wir ueberlegten nicht lange, holten unser Gepaeck wieder aus dem Bus und gingen erstmal mit ihm zusammen in das Hostel, wo er und die Schweizer die Nacht verbrachten.
Nachdem Frank uns noch weiteres ueber die Tour erzaehlt hatte und die Schweizer uns Bilder zeigten, stimmten wir zu und verabredeten am Sonntag zu starten. Die Schweizer waren von der letzten Woche so begeistert, dass sie spontan entschlossen, noch einmal mitzukommen.
So beendeten wir unseren Abend mit neuen Freunden in der Dorfdisco von Pilcopata, in der wir bei einem Bier die ganzen Geschehnisse des Tages verarbeitetet.
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